Fernseher Preisvergleich und Kaufberatung

Fernsehgeräte bilden in den meisten Wohnzimmern den Mittelpunkt. Deshalb sollte die Wahl eines neuen Gerätes wohlüberlegt sein. Da sich in den letzten Jahren bei der Fernsehtechnik, die auf dem Markt angeboten wird, einiges getan hat, kann die Auswahl schnell unübersichtlich werden. Deshalb haben wir für Sie hier die wichtigsten Fragen beim TV-Kauf zusammengestellt:

 

Wie finde ich die ideale Größe für meinen Fernseher?

 

Für die Größe des Bildschirms ist der Betrachtungsabstand entscheidend. Der Abstand zum Fernseher sollte die dreifache Bilddiagonale betragen. Sitzt man zu nahe am Gerät, erkennt man einzelne Pixel und muss – wie wenn man im Kino in der ersten Reihe sitzt – ständig nach links und rechts schauen, um das Geschehen zu verfolgen. Plant man jedoch einen 3D-Fernseher zu kaufen, darf man im Verhältnis näher am TV sitzen oder der Fernseher größer sein. Denn nur bei einer großen Bilddiagonale und wenn man nahe genug am Bild sitzt, kann der 3D-Effekt gut wirken.

 

LCD oder Plasma?

 

Kleinere Bildschirme bis 82cm Bilddiagonale gibt es nur als LCD-Displays, da sich hier die Produktion von Plasma-Bildschirmen nicht lohnt. Welche Bildschirmtechnik die bessere ist, lässt sich nicht klar entscheiden. Plasma-Bildschirme haben eine geringere Leuchtkraft und sind deshalb in dunklen Räumen klar von Vorteil. Dort liefern sie natürlichere Farben und Kontraste, plastischere Bilder und vor allem ein satteres Schwarz. Auch ein hoher Betrachtungswinkel lässt sich mit einem Plasma-Bildschirm besser verwirklichen. Dafür sind sie häufig mit nervigen Lüftern ausgestattet. Gerade für Videospieler sind Plasma-Fernseher nicht geeignet, da länger gezeigte Motive Schattenbilder bei ihnen auf dem Bildschirm hinterlassen können. In hellen Räumen liegen die LCDs ganz klar vorne: Sie spiegeln nicht, ihre Leuchtkraft ist hoch genug, um auch bei Tageslicht kräftige Farben und ein starkes Bild zu zeigen. Mittlerweile können sie auch bei den Schwarzwerten und der Natürlichkeit der Farben den Plasmas das Wasser reichen. Die Probleme wie Nachzieheffekte und bei der Darstellung von Bewegungen haben die neueren LCD-TVs mittlerweile im Griff.

 

Was ist mit LED-Backlight, Edge-LED und CCFL-Röhre gemeint?

 

Als LED-Fernseher werden irreführend LCD-Fernseher bezeichnet, deren Hintergrundbeleuchtung nicht mehr mit den herkömmlichen CCFL-Röhren, sondern mit LEDs verwirklicht wird. Dabei wird entweder der ganze Hintergrund mit LEDs ausgeleuchtet (LED-Backlight) oder die LEDs sind am Bildschirmrand platziert und beleuchten von dort aus die ganze Bildfläche (Edge-LED). Die beste Bildqualität erreicht man mit LED-Backlight – hier ist die Ausleuchtung am gleichmäßigsten, Lichtwolken sind nicht zu sehen. Den geringsten Stromverbrauch hat man mit Edge-LED. Auch können mit dieser Bauweise die flachsten Bildschirme hergestellt werden.

 

Lohnen sich jetzt schon 3D-Fernseher?

 

Damit sich die Anschaffung eines 3D-Fernsehers lohnt, sollte eine möglichst große Bilddiagonale gewählt werden. Auf kleinen Displays, oder wenn der Abstand des Betrachters vom Bild zu groß ist, wirken die 3D-Bilder nicht. Der Aufpreis, den man für die 3D-Fähigkeit des Fernsehers zahlt, ist gar nicht so hoch – die für den 3D-Genuss benötigten Shutter-Brillen hingegen sind noch recht teuer. auch beginnt die Auswahl an 3D-Filmen und Angeboten gerade erst zu wachsen – dass in Zukunft 3D eine immer größere Rolle spielen wird, ist klar. Manche 3D-Fernseher können aber jetzt schon 2D-Inhalte in 3D umwandeln, wobei die Ergebnisse nicht mit direkt in 3D angebotenen Inhalten mithalten können.

 

Welche Bildschirmauflösung ist ideal?

 

Da Standard-TV-Bilder nur eine geringe Auflösung von 720×578 Bildpunkten besitzen, haben neue, hochauflösende Fernseher mit bis zu 1920×1080 (Full HD) Bildpunkten manchmal Schwierigkeiten, diese Bilder darzustellen, da sie Bildpunkte dazurechnen müssen. Für die Bildqualität, besonders bei großen Bildschirmen, ist folglich nicht die Auflösung sondern die Bildelektronik entscheidend. Bei kleineren TVs fallen diese Unterschiede kaum auf.

 

Antenne, Kabel oder Satellit?

 

Die beste HD-Auflösung bringt nichts, wenn man keine entsprechenden Signale empfangen kann. Über Kabel und Satellit lassen sich HDTV-Programme empfangen, Über das Internet bietet T-Home-Entertain entsprechende Dienste an. Der Bezahlsender Sky bietet ein umfassendes HD-Angebot an. Über Antenne lässt sich HDTV bisher nicht empfangen.

 

Welcher Videoeingang garantiert gute Bilder?

 

Die beste Bildqualität erreicht man über die digitalen HDMI- und DVI-Eingänge. Analog ist YUV die beste Wahl. Auf dem dritten Platz befinden sich RGB und S-Video, am schlechtesten ist FBAS. Die letzten drei werden über Scart-Kabel übertragen. Beim Fernsehkauf sollte deshalb auf HDMI geachtet werden und auf eine ausreichende Anzahl an Eingängen, damit alle Geräte, wie Videorecorder, DVD-Player und Co. angeschlossen werden können.

 

Wie steht es um den Ton bei den Fernsehmodellen?

 

Gerade bei der flachen Bauweise moderner Geräte können selten größere Boxen für die Tonausgabe eingebaut werden. Nur äußerst selten finden sich Modelle, die auch einen Subwoofer integrieren, sodass Explosionen mit dem angemessenen Druck wiedergegeben werden können. Um hier in den Genuss von Kinofeeling zu kommen, sollten beim Fernsehkauf auch eine passende Surround- oder eine gute Hifi-Anlage eingeplant werden.

 

Preisvergleiche – wie viel muss ich für einen guten Fernseher ausgeben?

 

Kleine Plasmafernseher zwischen 42 und 46 Zoll gibt es schon ab circa 400 Euro. In dieser Kategorie ist der Panasonic TX-P42X20 zurzeit ein sehr gutes Angebot. Die Standardgröße 50 Zoll ist unter 500 Euro nicht zu haben. Größere Plasma-Bildschirme kosten über 1100 Euro. LG, Panasonic und Samsung sind die führenden Hersteller für Plasma-Fernseher aller Größen.

 

Bei der Produktion von LCD-TVs tummeln sich auch viele günstige Marken wie Kendo oder Medion. Aber auch namhafte Hersteller wie Philips, Samsung und LG sind hier natürlich vertreten.  Kleine LCDs zwischen 17 und 23 Zoll findet man schon in einer Preisklasse knapp über 100 Euro. Man kann in dieser Kategorie aber auch über 500 Euro ausgeben. Testsieger bei den kleinen LCDs ist der 19 Zoll Samsung LE19B650. Für mittelgroße LCDs von 32 bis 37 Zoll muss man nicht mehr als knapp 400 Euro investieren um den Klassenbesten zu bekommen. Der KDL-32EX402 von Sony steht für Qualität – ist aber trotzdem günstig. Es gibt aber auch hochwertige Angebote jenseits der 1000 Euro Grenze, die mit zusätzlichen Features ausgestattet sind. Den Panasonic Viera TX-L37GW20 zum Beispiel, der mit einem besonders guten Sound und vielen Funktionen ausgestattet ist. Ein ähnliches Bild ergibt sich bei den 40 bis 47 Zöllern. Ordentliche TVs in günstigen Preisklassen ab knapp 400 Euro – nach oben geht es bis 1200 Euro, mit einer umfangreicheren Ausstattung und Extras. Bekannte Qualitätsmarken decken hier bei den LCDs auch die günstigen Bereiche ab, in denen aber auch einige Billigmarken vertreten sind. Nur bei den ganz Großen bleibt das Feld bisher Samsung, LG und Sony überlassen. Der Samsung LE55C650 belegt einen Spitzenplatz. LCDs mit LED-Hintergrundbeleuchtung geben preislich das gleiche Bild ab und werden von denselben Herstellern produziert. Qualitativer Spitzenreiter ist hier der LG 55LE8500 für 1850 Euro.

 

Vorreiter bei den 3D-Fernsehern ist Samsung, der auch das größte Angebot bereithält. Eine große Spannbreite zwischen 600 und 5000 Euro erklärt sich auch hier vor allem durch die unterschiedlichen Bildschirmdiagonalen, aber auch in der Ausstattung und durch Zusatzfeatures. Da 3D erst ab einer ordentlichen Größe wirklich überzeugend ist, sollte man von kleinen 3D Fernsehern eher Abstand nehmen.